Fotokurs: Kontrastumfang – hier hat es die Digitalkamera schwer

Schwebebahn
Foto: C. Krause

Unser Auge ist so eine Art „Super-Kamera“, die sich extrem schnell an die unterschiedlichsten Lichtverhältnisse anpassen kann. So kann man selbst bei grellem Sonnenschein alles sehr gut erkennen und gleichzeitig in den dunklen Bereichen (Schatten) auch sehr viele Details wahrnehmen.

Die Grenzen einer Digitalkamera
Eine Digitalkamera kann das leider nicht ganz so gut. Sie hat Schwierigkeiten, wenn auf einem Foto sehr hellen Flächen und gleichzeitig dunkle Stellen sind. Man nennt das auch einen großen „Kontrastumfang“.

Probier es aus:
Stelle eine Person vor ein helles Fenster und mache ein Foto. Und, ist es gut geworden? Eher nicht. Wahrscheinlich ist entweder die Person gut zu erkennen und das Fenster ein großer weißer Fleck oder Du kannst gut erkennen, was hinter dem Fenster zu sehen ist, aber die Person ist nur ein schwarzer Umriss.

So viele Stufen…
Die Kamera schaffst es einfach nicht, so viele verschiedene „Helligkeitsstufen“ aufzunehmen. Entweder bleiben einige Bildbereiche ganz dunkel oder werden ganz weiß. Wenn die Lichtunterschiede in einem Fotomotiv zu groß sind, musst Du einfach ausprobieren und mehrere Fotos machen. Richte die Kamera dazu immer auf andere Bildbereiche (für die Belichtungsmessung) und schaue Dir nachher an, bei welchem Foto die eher unwichtigen Bildteile nicht mehr sichtbar sind.

Tipp
Manchmal hat die Kamera die sehr nützliche Funktion „Spitzenlichter anzeigen“. Dann zeigt sie Dir auf dem Display blinkend die Bereiche an, die viel zu hell sind. Wenn die Bereiche dann zu groß sind oder sogar auf dem Hauptmotiv (kommt oft auf der Haut vor) sind, dann solltest Du das Foto besser noch einmal machen (s.o.).
Auch eine Belichtungskorrektur (z.B. – 1/3) kann helfen, dazu aber später mehr.