Foto-Kurs: Die richtige Belichtung

Tafelbild einer Kamera
Bild: C. Krause

Belichtungsmessung
Um ein Foto zu machen, braucht man immer ausreichend Licht. Deshalb stellt  die Kamera nicht nur scharf, wenn Du sie auf ein Motiv richtest, sondern sie misst auch, ob überhaupt genug Licht für ein Foto vorhanden ist.

Dazu misst sie entweder die Lichtmenge auf dem gesamten Bild (das nennt man „Matrix-Messung“) oder auch nur die Lichtmenge im mittleren (= wichtigsten) Bereich des Bildes („Mittenbetonte Messung oder Spotmessung“).
Finde heraus, wie die Belichtungsmessung bei Deiner Kamera funktioniert:
– Was steht darüber in der Bedienungsanleiung?
– Gibt es ein Symbol im Display, das Dir anzeigt, wo die Belichtung gemessen wird?
– Kannst Du diese Einstellung auch ändern?
– Wie kannst Du erkennen, ob genug Licht für ein Foto vorhanden ist?

Übrigens, wenn Du den Auslöser halb gedrückt festhälst, dann merkt sich die Kamera nicht nur den Schärfewert (siehe „Richtig scharfe Bilder„) sondern auch meist den Belichtungswert.

Zu wenig Licht
Gerade bei den kleinen Digitalkameras ist das Problem, dass es oft zu wenig Licht für gute und scharfe Fotos gibt (siehe „Kaufempfehlung„). Oft wird daher der eingebaute Blitz eingeschaltet.

Es gibt aber noch andere Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass die Kamera genug Licht für das Foto bekommt (siehe auch „Wasserglasversuch – kommt noch“):

  1. Du lässt der Kamera mehr Zeit für das Foto, d.h. du wählst eine längere Belichtungszeit aus. Schau in Deiner Bedienungsanleitung nach ob und wie das geht. Achtung, hier droht Verwacklungsgefahr. Ein Stativ hilft hier in jedem Fall!
  2. Du öffnest die Blende, d.h. Du stellst eine kleinere Blendenzahl ein. Hiermit veränderst Du gleichzeitig aber auch die Tiefenschärfe (siehe „Tiefenschärfe„). Leider können die meisten kleinen Digitalkameras die Blende gar nicht groß verstellen.
  3. Du stellst die ISO-Zahl höher. Dadurch wird die Kamera für das Licht empfindlicher. Vereinfacht gesagt fasst die Kamera dafür einige Pixel zusammen, um mehr Licht zu sammeln. Das Foto wird damit aber pixeliger, es „rauscht“.

Nicht vergessen
Wenn Du für ein Foto die ISO-Zahl selber verstellst, dann vergiss nicht, nach der Aufnahme den ISO-Wert wieder auf den kleinsten Wert einzustellen. Denn die Fotos sollten immer so wenig wie möglich rauschen.
Viele Kameras stellen die ISO-Zahl leider automatisch hoch. Da die Bilder aber ab ca. ISO 400 sehr stark rauschen, kann ich nur empfehlen, diese Automatik auszustellen oder so einzustellen, dass sie nicht über 400 hinausgeht.