Foto-Kurs: Tipps zum Kauf von Digitalkameras

Im Prinzip ist natürlich jede Kamera fürs Fotografieren geeignet und wahrscheinlich habt Ihr sowieso schon eine Kamera :-). Auch ein Handy mit Fotofunktion tut es natürlich zum gelegentlichen Knipsen.
Aber da ich oft im Kurs gefragt werde, worauf man beim Kamerakauf achten soll, habe ich hier ein paar Tipps zusammengestellt:

  • Mit einem richtigen Fotoapparat kann man nicht telefonieren!
  • Die Auflösung ist gar nicht so wichtig. Alles über 6 Mio Pixel ist auf jeden Fall genug. Zuviele Pixel (> 12 Mio Pixel) ist sogar eher schlecht.
  • Je kleiner die Kamera ist, desto schwieriger ist es, sie beim Fotografieren gerade und ruhig zu halten. Außerdem ist bei kleinen Kameras (oder Handys) auch der Bildsensor viel kleiner und dadurch werden auch die Fotos schlechter (Bildrauschen).
  • Die Kamera sollte so schnell wie möglich auslösen („Auslöseverzögerung„). Gerade Handys schneiden in diesem Punkt immer sehr schlecht ab.
  • Wenn die Kamera einen Zoom hat, dann zählt nur der optische Zoom (digitaler Zoom ist Werbung und absoluter Quatsch).
  • Hilfreich ist auch eine Makro-Einstellung (bzw. -Taste)
  • Das Objektiv sollte (wenn die Kamera aus ist) geschützt sein. Manchmal fährt es ein oder ist durch eine Klappe geschützt. Liegt es frei, besteht die große Gefahr, dass die Linsen verkratzen. Eine passende (gepolsterte) Kameratasche gehört auch immer dazu!
  • Die Kamera sollte ein Stativgewinde an der Unterseite haben. Am besten in der Mitte.
  • Die Kamera sollte neben den Motivprogrammen auch die beiden folgenden Programme haben: Zeitautomatik und Blendenautomatik. Ideal ist es, wenn zusätzlich auch eine Belichtungskorrektur möglich ist
  • Motiverkennung, Gesichtererkennung etc. sind NICHT wichtig.

Der Preis einer Digitalkamera bestimmt sich in erster Linie aus zwei Punkten:

  1. die Rechnerleistung. Bei billigen Kameras dauert das Verarbeiten und Speichern der Bilder einfach länger, d.h. man muss warten, bis man das nächste Bild aufnehmen kann
  2. das Objektiv/die Lichtstärke. Bei tollem Wetter bzw. genug Licht machen auch die günstigen Kameras gute Bilder. Sobald es aber dunkel wird, merkt man den Unterschied und es wird schnell bitter :-(
    Die Lichtstärke sollte schon so bei 2,8 – 5,6 liegen. Je kleiner die Werte desto besser. Die Werte stehen vorne in klein auf dem Objektiv und bedeuten: größte Blendenöffnung geteilt durch die Brennweite.
    Ohne Zoom (also mit einer festen Brennweite) steht dann auch nur ein Wert da. DIESER PUNKT IST SEHR WICHTIG!!

Wenn es ein bisschen mehr beim Einkauf sein darf oder noch Taschengeld übrig ist:

  • Kauft einen Ersatzakku gleich dazu
  • zusätzliche Speicherkarten sind sinnvoll. Es ist besser (Verlust oder Defekt) mehrere kleine Speicherkarten als nur eine große zu besitzen.
  • Passend dazu am besten ein USB-Kartenlesegerät besorgen.
  • Ein Ministativ