Foto-Kurs: Blende – Vergleich mit einem Marmeladenglas

Glas mit Murmeln als Bild für ISO-Einstellung
Bild: C. Krause

Um besser zu verstehen, was die Blende mit der Belichtung eines Fotos zu tun hat, bietet sich der Vergleich mit einem Marmeladenglas an, das mit Wasser gefüllt werden soll.

So wie die Kamera genug Licht für ein Foto sammeln muss, kannst Du Wasser in ein Glas füllen, bis es voll ist.

Der Blende (die Größe der Öffnung einer Kamera für das Licht) entspricht beim Marmeladenglas der Deckel, in den Du ein Loch gemacht hat.

Ohne einen Deckel – also mit einer großen Öffnung – kannst Du das Glas sehr schnell füllen, aber es geht auch leicht mal etwas daneben, da der Wasserstrahl recht schwer zu kontrollieren ist (bei der Kamera: große Öffnung = kurze Belichtungszeit).

Mit einer kleinen Öffnung – das Wasser wird nur durch ein kleines Loch im Deckel eingefüllt – dauert es wesentlich länger, bis das Glas voll ist. Aber dafür ist der Wasserstrahl sehr fein und kann gut kontrolliert werden (bei der Kamera: kleine Öffnung  = lange Belichtungszeit).

Scharf oder nicht scharf
Die Kleckerei mit dem Wasser kann man beim Foto wiederfinden. Bei einer kleinen Öffnung ist das Bild viel schärfer, bei großer Öffnung sind viele Bereiche verwaschen (kleine Öffnung = großer scharfer Bereich und große Öffnung = kleiner scharfer Bereich).

Der ISO-Trick
Alle Digitalkameras können auch zusätzlich Ihre Licht- Empfindlichkeit (ISO) erhöhen. Dadurch benötigen sie für ein Foto weniger Licht. Eigentlich ganz praktisch, aber doch nur ein Trick.
Beim Marmeladenglas kannst Du Dir vorstellen, dass Du einfach ein paar Steine ins Glas gelegt hast. Klar, dass Glas wird dann schneller voll, aber das Wasser wird so auch leicht dreckig. Auf dem Fots erkennst Du, dass bei hoher ISO-Zahl (= viele Steine) viele Farbflecken auftauchen.