{"id":306,"date":"2014-04-30T20:23:50","date_gmt":"2014-04-30T19:23:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.professor-technikus.de\/?p=306"},"modified":"2014-06-06T18:19:54","modified_gmt":"2014-06-06T17:19:54","slug":"stop-motion-animation-kreative-filme-mit-lego-figuren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.professor-technikus.de\/?p=306","title":{"rendered":"Stop Motion Animation &#8211; Kreative Filme mit LEGO\u00ae-Figuren"},"content":{"rendered":"<figure style=\"width: 328px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.krause-rehse.de\/images\/blogimages\/legofilm.jpg\" alt=\"\" width=\"328\" height=\"363\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Bild: C. Krause<\/figcaption><\/figure>\n<p>Passend zum Start des neuen LEGO\u00ae-Kinofilms kommt ein Buch auf den Markt, das sich den sogenannten Brick-Filmen widmet.<br \/>\nBei Youtube findet man viele dieser kleinen Trickfilme, die mit LEGO\u00ae-Figuren gedreht wurden. Auch von LEGO\u00ae selber gab es vor vielen Jahren eine kleine Digitalkamera mit USB-Anschluss und Filmkulissen zum Aufbau von eigenen Filmsets.<\/p>\n<p>Seitdem hat sich gerade in technischer Hinsicht sehr viel getan und das Trickfilmen ist viel einfacher geworden. Das vorliegende Buch m\u00f6chte hier unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Stop Motion Animation &#8211; Kreative Filme mit LEGO\u00ae-Figuren<\/strong><br \/>\nvon Alexander Altendorfer<br \/>\n183 Seiten<br \/>\nISBN 978-3-8266-9722-7<br \/>\nca. 20.- EUR<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><strong>D\u00fcnner Start<\/strong><br \/>\nZu Beginn des Buches gibt es eine kurze Einf\u00fchrung zur Historie des Trickfilms und den Grundlagen der Stop-Motion-Technik. Das folgende Kapitel &#8222;Ben\u00f6tigtes Equipment&#8220; k\u00f6nnte man mit den Worten zusammenfassen: Sie brauchen eine Kamera, ein Stativ, eine gleichbleibende Beleuchtung, einen PC und LEGO\u00ae-Steine. Erg\u00e4nzend sei gesagt, dass auch kurz auf die M\u00f6glichkeit eingegangen wird, ein Smartphone und die dazugeh\u00f6rigen Apps f\u00fcr die Aufnahmen zu nutzen. Das wars.<\/p>\n<p><strong>Filmideen finden<\/strong><br \/>\nIm n\u00e4chsten Kapitel finden sich einige Beispiel f\u00fcr m\u00f6gliche Filmthemen. Die wenigen Beispiele (mit Verweisen auf die Youtube-Quellen) sind aber definitv nichts f\u00fcr meine Kinder-Forscherkurse. Im Text tauchen aber auch Ideenboxen auf, die kurz m\u00f6gliche Filmideen skizzieren. Insgesamt aber inhaltlich ziemlich d\u00fcnn.<\/p>\n<p><strong>Grunds\u00e4tzliches<\/strong><br \/>\nTja, das n\u00e4chste Kapitel widmet sich den technischen Grundlagen des (Trick-)Filmens. Es geht in knappen Worten von Kameraeinstellungen, Tiefenunsch\u00e4rfe, Gestaltungsregeln bis zur Formatwahl. Leider finden sich nur wenige konkrete Empfehlungen, oft liest man den Satz &#8222;Probieren Sie aus, was Ihnen am besten gef\u00e4llt&#8220;. Lediglich zur Aufl\u00f6sung und zur Frame-Rate gibt es konkretere Angaben. Aber auch hier wird gleich wieder aufgeweicht, eine Framer-Rate von &#8222;10 bis 15&#8220; Bildern pro Sekunde ist mir einfach zu unkonkret.<\/p>\n<p><strong>Drehbuch, Storyboard und Set<\/strong><br \/>\n\u00dcberraschung: F\u00fcr einen Trickfilm erstellen Sie am besten vorher ein Drehbuch bzw. ein Storyboard mit Skizzen oder Szenenfotos. Ach ja, und bei der Vertonung und Dialogen m\u00fcssen Sie auf das richtige Timing achten. Alles klar?<br \/>\nUnd das n\u00e4chste Kapitel fasse ich auch gleich zusammen: Sie brauchen ein Filmset mit Hintergrund und Beleuchtung (2 Schreibtischlampen!). Und halten Sie das Set sch\u00f6n sauber. Das ist nat\u00fcrlich ein wenig drastisch gek\u00fcrzt beschrieben, aber so viel ist an Tipps bei mir h\u00e4ngen geblieben.<\/p>\n<p><strong>Jetzt geht&#8217;s los<\/strong><br \/>\nIm Kapitel &#8222;Der Dreh&#8220; geht es leider so weiter. Viel Oberfl\u00e4chliches, teilweise triviales Wissen zu Digitalkamerafunktionen, Drehen mit dem Smartphone und digitalen Spiegelreflexkameras wird erl\u00e4utert. Nur den vermeintlich einfachen Tipp statt einer Kamerafahrt lieber das ganze Set zu verschieben fand ich wirklich n\u00fctzlich.<\/p>\n<p><strong>Licht in der Mitte des Tunnels<\/strong>!<br \/>\nAuf Seite 94 dann f\u00fcr mich das Highlight im Buch: Die Umsetzung der Gehbewegung einer LEGO\u00ae-Figur wird sehr ausf\u00fchrlich beschrieben und mit Fotos illustriert. In der Vergangenheit war dies bei unseren LEGO\u00ae-Filmen eine der Hauptschwierigkeiten. Ich bin sehr gespannt, wenn wir die Tipps mal praktisch ausprobieren.<\/p>\n<p><strong>FX &#8211; Die Special Effects-Abteilung<\/strong><br \/>\nWie l\u00e4sst man LEGO\u00ae-Figuren springen, fliegen und schweben? Hier kommt die L\u00f6sung: Sie bauen eine Halterung aus LEGO\u00ae und retuschieren sie dann nachher in jedem einzeln Foto wieder raus. Geht mit jedem Bildbearbeitungsprogramm das Ebenen beherrscht. Ist halt nur ein bisschen Arbeit bei den vielen Einzelbildern. Genial, da w\u00e4re ich nie drauf gekommen&#8230;<br \/>\nEs folgen Beschreibungen f\u00fcr Geistereffekte, Mundbewegungen, Feuerdarstellung und Wassereffekte. Hier gibt es ein paar nette Ideen.<\/p>\n<p><strong>Und wie wird ein Film draus?<\/strong><br \/>\nWie man mit dem PC aus Einzelbildern ein Film zusammenf\u00fcgt wird anhand des (kostenlosen) Windows Movie Maker\u00ae vorgestellt. Wieder werden nur die einfachsten Funktionen wie Import, Framerate einstellen und Export rudiment\u00e4r beschrieben. Lediglich bzgl. der Framerate gibt es paar Umrechnungstipps. In der gleichen Weise wird auch die Gratis-Software iMovie\u00ae\u00a0 f\u00fcr die Mac-Besitzer behandelt. Das Kapitel schliesst mit dem Hinweis auf professionelle Trickfilmprogramme.<br \/>\nAuch das folgende Kapitel &#8222;Nachbearbeitung&#8220; folgt diesem Muster: Ein Film entsteht durch das Zusammenschneiden von Filmsequenzen. Geht auch mit MovieMaker und iMovie. Sagenhafte News. N\u00fctzlich sind f\u00fcr mich lediglich die (paar) Links auf Archive mit kostenlosen Tonst\u00fccken zum Nachvertonen.<\/p>\n<p><strong>Filme f\u00fcr alle<\/strong><br \/>\nDas Buch schliesst mit dem Ver\u00f6ffentlichen von Videos im Internet. Es folgen wieder banale Hinweise zu Facebook und Youtube und einem professionelleren Videoportal. F\u00fcr die Ergebnisse aus meinen Kinderkursen ist dieses Thema aber nicht wichtig.<\/p>\n<p><strong>Hoffnungsvoll&#8230;<\/strong><br \/>\n&#8230;habe ich auf das Kapitel &#8222;Quellen&#8220; geschaut. Leider nur ein Witz: nur 5 Quellenangaben und die sind auch noch aus dem Buch wiederholt! Ich hatte auch auf eine Webseite zum Buch gehofft, mit Softwarelinks und den Links zu den angesprochenen Youtube-Videos. Wenn es eine geben sollte, habe ich den Hiweis wohl \u00fcberlesen.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung\/Bewertung<\/strong><br \/>\nTja, wie bewerte ich dieses Buch? Ich habe schon einige Kinderkurse mit LEGO\u00ae-Trickfilmen gemacht und war richtig gespannt auf dieses Buch. Was bringt es mir also f\u00fcr die Vorbereitung meiner Kurse in Zukunft?<\/p>\n<p>Materialaufwand: 4 von 5 (inkl. der Hinweise auf kostenlose Software)<br \/>\nVersuchsbeschreibung: 1 von 5 (zu triviale Infos)<br \/>\nPraxistauglichkeit: 1 von 5 (zu oft: &#8222;probier aus, was Dir gef\u00e4llt&#8220;)<br \/>\nErkl\u00e4rung: 2 von 5<br \/>\nGrafik\/Fotos: 2 von 5 (zu viele Youtube-Links)<br \/>\nAlltagsbezug: 2 von 5<br \/>\nOriginalit\u00e4t: 2 von 5 (naja, eben ein Brick-Film-Buch, und davon gibt es nur wenige)<br \/>\nBonus\/Malus: + 0 (siehe Fazit)<br \/>\n<strong>Gesamt: 14<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong>: Ich war entt\u00e4uscht und h\u00e4tte f\u00fcr die 20.- besser LEGO\u00ae gekauft.<br \/>\nDas Buch scheint mir f\u00fcr absolute Einsteiger bzgl. Digitalkamera und Videofilm geschrieben zu sein. Vertiefende Infos: Fehlanzeige. Vermisst habe ich auch konkrete Beispiele und konkrete Tipps. Und ich h\u00e4tte mich auch \u00fcber Hinweise zum Einsatz von Webcams mit der Snapshot-Funktion gefreut.<br \/>\nVielleicht geben ja die Ideenboxen genug Impulse, sich an dem Thema LEGO\u00ae-Filme zu versuchen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passend zum Start des neuen LEGO\u00ae-Kinofilms kommt ein Buch auf den Markt, das sich den sogenannten Brick-Filmen widmet. Bei Youtube findet man viele dieser kleinen Trickfilme, die mit LEGO\u00ae-Figuren gedreht wurden. Auch von LEGO\u00ae selber gab es vor vielen Jahren eine kleine Digitalkamera mit USB-Anschluss und Filmkulissen zum Aufbau von eigenen Filmsets. 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