12 Tipps für ein gelungenes Cola-Mentos-Massenexperiment

Cola-Fontäne aus einer 0,5l-Flasche beim Aufritt von Professor Technikus (KNuT-kommt)
Cola-Fontäne mit Professor Technikus – KNuT-kommt zum Sommerfest in Hochdahl – Foto: K. Rehse

Letztes Wochenende feierte die Werbegemeinschaft „Hochdahler Markt“ ihr Sommerfest 2015. Bei bestem Wetter durften „KNuT-kommt“ und Professor Technikus sowohl am Samstag als auch am Sonntag mit Live-Experimenten für Kinder dabei sein.

In der Zeitung stand sogar zu lesen „… bekannt aus der Sendung mit der Maus“. Das ist nett gemeint, aber da wurde das Treffen mit der KIKA-Moderatorin Singa Gätgens auf der Maus-Bühne anlässlich eines Sommerfestes des Düsseldorfer Flughafens etwas überinterpretiert. Aber wer weiß, vielleicht stimmt es ja irgendwann einmal ;-)

KNuT-kommt nach Hochdahl
Auf jeden Fall haben wir bei „KNuT-kommt“ am Samstag auf der Bühne Sand- und Wasseruhren gebaut, sonderbare Ballons aufgeblasen, Kaffee-to-go-Becher selbst gebaut und Raketen durch die Zuschauermenge gejagt. Ganz am Ende gab es dann auch einen Vorgeschmack auf das geplante Massen-Experiment am Sonntag: Die Kombination von Mentos und (sehr viel) Cola. Auf dem Foto sieht man übrigens Professor Technikus in der Kindermenge und wer genau hinschaut sieht auch, wie hoch die Cola aus einer 0,5-l-Flasche so spritzt…

40 Flaschen Cola + Mentos
Am Sonntag wurde dann das Cola-Mentos-Experiment wiederholt. Dieses Mal allerdings mit über 40 freiwilligen Kindern (von 6 bis 14 Jahren) und entsprechend vielen Cola-Flaschen und Mentos. Bereitgestellt wurden netterweise auch Regenponchos zum Überziehen. Ohne vorheriges Üben war geplant, die Cola-Mentos-Fontänen passend zur eingespielten Musik sprudeln zu lassen. Nun, was dann passierte, war ein sehr lustiges, leicht chaotisches und sehr klebriges Ereignis. Auch wenn nicht alle Kinder auch alle Mentos schnell genug in die Flaschen bekamen, trat doch genug Cola aus, um nachher in einem entsprechenden Cola-See zu stehen :-)

Viel Cola = viel Spass
Teilweise skurille Szenen spielten sich ab: Einige der Kindern schüttelten leichtsinnigerweise vor dem Öffnen die Flaschen, andere hielten nach dem Einwurf der Mentos das Gesicht (mit geöffnetem Mund!) über die Flasche – wohl für so eine Art Druckbetankung. Wieder andere hatten das mit dem Poncho falsch verstanden und schützten ihre Umgebung effektiv, indem sie die Fontäne versehentlich UNTER ihren Poncho spritzten.
Beim Finale der sich blitzschnell entleerenden 2-l-Cola-Flaschen ging dann angesichts der 6-7m hohen Cola-Fontänen ein großes Raunen durch die Zuschauermenge. Gut, dass die Feuerwehr mit der „Pink Lady“ (siehe auch Aktion „Augen auf„) schon bereitstand, um die große Sauerei ruckzuck in den Gulli zu spülen. Noch einmal herzlichen Dank dafür!

12 Cola-Mentos-Tipps
Für „KNuT-kommt“ haben wir an diesem Wochenende eine Menge bei dem Massenexperiment gelernt. Im Folgenden habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, damit so eine Massen-Cola-Mentos-Fontäne gelingt:

  • Tipp #1: Zuerst einmal wird natürlich für jeden, der mitmacht, eine Flasche Cola benötigt. Handelsüblich sind Größen von 0,5-l-Flaschen bis 2-l-Flaschen. Allerdings ist bei den 2-l-Flaschen die „Light“-Variante manchmal etwas schwerer zu bekommen. Aber die „Zero“ geht auch ;-)
  • Tipp #2: Und natürlich braucht man Mentos: 5-6 Stück, also eine halbe Rolle, reichen pro Person.
  • Tipp #3: Idealerweise findet sich ein Sponsor, der nicht nur Cola und Mentos zur Verfügung stellt, sondern auch durchsichtige Einmal-Ponchos.
    Unbedingt Zeit fürs Ankleiden einplanen und von Anfang an jedem einen Poncho austeilen.
  • Tipp #4: Alle Beteiligten darauf hinweisen, dass es nass und klebrig wird.
    Dabei die Schuhe nicht vergessen, denn die schützt auch ein Poncho nicht und sehr plötzlich ist eine Menge Cola auf dem Boden!
  • Tipp #5: Einen optimalen Platz für das Experiment finden.
    Er sollte genug Platz für die Aufstellung aller Freiwilligen bieten (mindestens ein 1qm pro Person und Flasche). Der Platz sollte zudem ein (leichtes) Gefälle haben und am unteren Ende idealerweise von einer Rinne/Bordsteinkante begrenzt sein. Auch Gullis in direkter Nähe sind wichtig.
    Der Boden sollte ausreichend glatt sein, damit die Flaschen aufgestellt werden können, ohne umzufallen.
  • Tipp #6: Du brauchst einen Wasseranschluss und einen Schlauch, um nachher schnell den Platz wieder sauber zu bekommen.
    Idealerweise hilft Dir die Feuerwehr. Das bietet sich z.B.bei einem Stadtfest an, da mit dem Feuerwehrfahrzeug gleich eine zweite Attraktion geboten wird.
  • Tipp #7: Der Raum für die Zuschauer sollte deutlich abgegrenzt sein. Stelle sicher, dass die Zuschauer auf Ihren Plätzen bleiben. Hier helfen nur Absperrungen und Ordner. Die Leute versuchen sonst mit ihren Smartphones so nah wie möglich an die Fontänen zu kommen (um das beste Foto zu machen). Nachher ist sonst das Geschrei groß, wenn das Handy klebt und tropft…
  • Tipp #8: Wenn viele kleine Kinder beteiligt sind, dann wähle auch kleine Flaschengrößen. Klar, es spritzt nicht so hoch, aber der Effekt ist völlig ausreichend.
    Stelle die Flaschen auf jeden Fall auf den Boden. Sonst ist es noch schwieriger, die Mentos auch in die Flasche zu bekommen.
  • Tipp #9: Damit sind wir auch beim schwierigsten Punkt angekommen: Wie bekommt man die 5-6 Mentos schnell genug in die Flasche, bevor die Cola rauskommt?
    Variante 1: Die Mentos aus der Hand in den Flaschenhals fallen lassen.
    Gerade Kinder sind sehr aufgeregt und schaffen das in der Regel nicht schnell genug. Ergebnis: nur ein/zwei Mentos in der Cola bedeuten nur eine kleine Fontäne.
    Variante 2: Die Mentos durchbohren, auffädeln und dann als Paket gemeinsam hineinfallen lassen. Funktioniert gut, bedeutet aber eine Menge Vorbereitungsarbeit!
    Variante 3: Eine Art Trichter/Röhre verwenden, z.B. aus einem zusammengerollten Papierbogen. Kann vor Ort recht schnell gebastelt werden, ist allerdings etwas „tricky“: Die Röhre muss in den Flaschenhals passen, aber die Mentos darin dürfen sich nicht verkanten. Gerade Kinder drücken gerne aus Versehen die Röhre zusammen und verhindern so, dass alle Mentos in die Cola fallen.
    Die billigste und einfachste Methode, aber eben nicht ganz ausfallsicher.
    Variante 4: Der Profi-Aufsatz. Ja, den gibt es tatsächlich und er ist sogar in den USA als Patent geschützt. Der Aufsatz bietet eine Auslösevorrichtung und hat sogar die Möglichkeit, die Flaschenöffnung zu verkleinern. Kostet allerdings um die 8,- EUR pro Stück!
  • Tipp #10: Überlege Dir vorher gut, ob Du alle Flaschen gleichzeitig hochgehen lässt oder zum Beispiel nacheinander im Takt eines Musikstückes.
    Die erste Variante ist einfach abzustimmen, sehr fotogen, dauert aber nur wenige Sekunden. Die zweite Variante ist bei passender Musikwahl sehr ansprechend für die Zuschauer, aber es ist schwierig, die Einsätze abzustimmen bzw. das Timing einzuhalten (sollte vorher geübt werden).
  • Tipp #11: Wenn es irgendwie möglich ist, lasse die Leute vorher ausprobieren, die Mentos auf Kommando in eine (leere) Flasche fallen zu lassen.
  • Tipp #12:  Zuletzt noch einmal der Hinweis, dass es nass und klebrig wird! Rechne auch mit „Spassvögeln“,die die Flaschen nicht nur nach oben richten!

Viel Spass beim Ausprobieren! Mögen immer alle Mentos in die Flaschen fallen und der Fluchtweg stets frei sein.